DAS LOPAUTAL
Das Lopautal, das unser Landesheim, den Hof Fangbeutel, umgibt, wird von uns besonders gepflegt und geschützt. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten leben hier. Eingebettet in urtümliche Wälder liegen ausgedehnte Feuchtwiesen, kleine Moore und zahlreiche ehemalige Fischteiche. Mittendurch fließt der Heidebach Lopau, der in der Nähe unseres Hofes entspringt.
Im Mittelalter war die Gegend um Lopau, die Raubkammer, bei den fahrenden Händlern gefürchtet, weil hier der Raubritter Moritz von Zahrenhusen sein Unwesen trieb. Der Legende nach fand der Ritter den Tod bei einem Überfall auf einen Kaufmann. Dieser hat ihn, nachdem ihm die Gewehrkugeln ausgegangen waren, in seiner Not mit einem silbernen Knopf von seiner Jacke erschossen. Sein Grabstein befindet sich noch immer in der Nähe des Lopautals.
Wenn Du aufmerksam durch das Tal streifst, kannst Du viele weitere Zeugnisse aus der Vergangenheit finden, bspw. Gleisreste einer Schmalspurbahn, die dem Transport von landwirtschaftlichen Produkten diente, alte Parkbänke, Streuobstwiesen, Reste von ehemaligen Alleen oder auch den Toepfferturm. In diesem, ursprünglich dreistöckigen Gebäude, befand sich das Herren-Gästehaus. Die Reste des Turms dienen heute als Schutzhütte für Wanderer.
Versteckt im Tal findet sich auch ein merkwürdiges Holzzelt, eine Köhte. In solchen Hütten lebten früher Köhler, die aus Holz Kohle herstellten. Die Köhte in Lopau wurde gemeinsam von Waldarbeitern und der Waldjugend gebaut.