30 JAHRE HORST NACHTSCHWALBE AUS BAD MÜNDER IN 2011

Zwei Waldläuferinnen des Horstes Nachtschwalbe

AKTUELLES

Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen engagiert sich unter der Leitung von Bernd, Ernst und Gerrit für den Wald- und den Naturschutz. Neben dem Amphibienschutz, z. B. der Krötenzaun an der Süntelstraße (gemeinsam mit dem NABU) widmen sich die jungen Waldläuferinnen und Waldläufer von 8-16 Jahren unter fachkundiger Anleitung dem Schutz der Süntelbuche (gemeinsam mit dem Heimatbund), der Kartierung alter Bäume in Bad Münder oder kontrollieren Nistkästen. Hierbei lernen wir immer sehr viel über die Lebensweise der Pflanzen und Tiere, die uns begegnen. Gesang und Klampfenspiel (Gitarre) runden die Gruppenstunden unter der Anleitung von Michael und Gerrit ab.

WO WIR UNS TREFFEN

Die Gruppenstunden finden derzeit im Heim des Gitarren- und Mandolinenvereins im Osterberg statt, wenn wir nicht irgendwo in der Natur oder den Wäldern unterwegs sind. Wir wollen aber sehr zeitnah einen Bauwagen umbauen und am Eingang zum Osterberg als Ort für die Gruppenstunden, Musik& Gesang mit der Klampfe (Gitarre) mit dem Förster aufstellen. Am knisternden Bullerjahn (Stahlofen) kommt sehr schnell eine gemütliche Atmosphäre auf.

PROGRAMM 2011

Highlights diesen Jahres sind das Oster- und Sommerlager in Lopau, das Pfingstfahrtenspiel mit allen Waldläufern aus Niedersachsen und befreundeten Gruppen aus den Nachbarländern. Ein Höhepunkt wird sicherlich auch die 30-Jahr-Feier der Waldjugend in Bad Münder im November/Dezember werden.

Daneben stehen den Waldläuferinnen und Waldläufern Kajaks und Kanadier wie auch die typischen Pfadfinderzelte die Kothe und Jurte zur Verfügung für die Fahrten und Lager zur Verfügung. Die Kothe ist ein sehr altes und traditionelles Pfadfinderzelt, in dem man Feuer machen kann. Die Samen in Finnland haben diese Zeltform entwickelt.

Hast du Lust bekommen? Dann findest du auf unserer eigenen Homepage die aktuellesten Infos und Veranstaltungen. Möchtest du einmal an der nächsten Hortenrunde teilnehmen, so nennen wir die Gruppenstunden, dann wende dich an:


Bernd: bernd[at]waldjugend-niedersachsen.de
Ernst: lele_hahne[at]yahoo.de
Gerrit: oldekamp[at]web.de

30 Jahre HORST NACHTSCHWALBE AUS BAD MÜNDER in 2011

Im Jahr 1981 wurde die erste Waldjugend-Horte in Bad Münder gegründet. Die vier Gründungsmitglieder waren 12 bis 18 Jahre alt. Schon bald fand ein erstes Zeltlager im Süntel nahe der Ziegenbuche, einer der unheimlichen alten Süntelbuchen, statt. Und auch ein sehr engagierter Patenförster, Herr Werner aus Nienstedt, war bald gefunden. So kam es, dass die junge Horte nicht nur einen kompetenten Ansprechpartner hatte, sondern auch noch eine traumhafte Hütte dazu bekam.

Durch die Hütte, zahlreiche Fahrten und entsprechende Berichte in der Münderschen Presse wuchs die Mitgliederzahl der Horte rasch heran, so dass bald zwei weitere Horten in Bad Münder und im nahe gelegenen Eimbeckhausen entstanden. Zusammen bildeten sie den Horst Nachtschwalbe. Die Horten trugen die Namen Siebenschläfer (wegen der häufigen Funde in den Nistkästen), Roter Milan (wegen unseres häufigen Begleiters auf Wanderungen im Deister-Süntel-Tal) und Grashüpfer (warum weiß keiner).

Es folgten mehrere Großfahrten nach Skandinavien, z.B. eine Wanderung durch die finnische Seenplatte mit anschließendem Sommerlager, mehrere Wanderungen in den schwedischen Nationalparks wie Padjelanta, Abisko und Sarek sowie Kanutouren in der schwedisch-norwegischen Seenplatte Dalsland.

Fangzaum bei Nienstedt, Erdkroete und Teichmolch, Foto NABU Sünteltal

Außerdem initiierten wir gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (Ortsgruppe Sünteltal) viele kleinere und größere Umweltschutzprojekte. Das bekannteste wurde der Krötenzaun bei Nienstedt, der noch heute in Betrieb ist.

Dieses Projekt begann mit zwei mobilen Krötenzäunen, die wir alljährlich im Frühjahr an der Straße zwischen Nienstedt und Messenkamp aufstellten. Jeden Abend und jeden Morgen noch vor der Schule fuhren wir von nun an zu "unseren" Krötenzäunen, um - ausgerüstet mir Warnwesten und Warnschildern - die kleinen Lurche über die Straße zu tragen. Für die Lurche, die zum Laichen immer wieder in ihr Geburtsgewässer zurückkehren, bilden Straßen oft unüberwindliche Hindernisse. Nicht selten findet man zur Laichzeit hunderte totgefahrener Kröten. Darum suchten wir nach einer dauerhaften Hilfe für diese Tiere. Wir legten zunächst einen kleinen Teich an, in der Hoffnung, die Kröten umsiedeln zu können. Doch sie folgten dem seit der Geburt bekannten Weg in "ihren Teich". Erst die Umsiedlung von Laich brachte kleine Erfolge, aber auch diese Maßnahme reichte noch nicht. Wir mussten also weiter machen, und schließlich gelang es uns, eine nächtliche Straßensperrung während der Zeit der Hauptwanderungen durchzusetzen. Heute engagieren sich nach wie vor junge Waldläufer gemeinsam mit dem Nabu für die Kröten im Deister-Sünteltal, u.a. an der Straße zur Ziegenbuche.

Ein großer Erfolg für die jungen Waldläufer aus Bad Münder!

DIE HÜTTE

Die ehemalige Hütte des Horstes Nachtschwalbe stand am Nordrand des Deisters bei Wennigser Mark. Die Horten erreichten die Hütte am Besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Von Bad Münder sind es zwölf, von Eimbeckhausen zehn Kilometer.